Europa

Der beste Fotospot am Schloss Neuschwanstein

17. November 2020

Das Schloss Neuschwanstein wurde im 19. Jahrhundert auf einem schraffen Hügel oberhalb des Dorfes Hohenschwangau bei Füssen im Südwesten Bayerns, Deutschland erbaut. Es zählt zu einem der meistbesuchten Schlösser in ganz Europa.
Jährlich zieht das Schloss über 1,4 Millionen Menschen aus der ganz Welt an und verzaubert diese mit seiner märchenhaften Fassette.
Wenn auch du vor hast, das Schloss in Real Life zu begutachten, dann lies dir diesen Blogbeitrag durch und erfahre neben allen Infos auch, wie du zum besten Fotospot am Schloss Neuschwanstein gelangst.

Let´s go 🙂

KEINE ZEIT ? Pinne es für später !

Die Geschichte hinter dem Schloss Neuschwanstein

König Ludwig II. wurde mit nur 18 Jahren zum König von Bayern ernannt. Diese Verantwortung schien ihm immer wieder zu viel zu werden, was hauptsächlich auf seine Unerfahrenheit zurückzuführen war. Des Öfteren suchte er einen Rückzugsort, der ihn in eine Traumwelt entführte – weg von allen, die ihn für verrückt hielten. Seine Vision: Ein prachtvolles Schloss auf einem Felsen.

Gesagt, getan! Mit Dynamit wurde die Felsspitze gegenüber von Schloss Hohenschwangau zu einem Plateau gesprengt und schon bald wurde der Grundstein gelegt. Das Schloss wurde auf dem modernsten Stand des späten 19. Jahrhunderts geplant. Zu seinen Highlights zählte fließendes Wasser, das zum Teil warm war, ein Speiseaufzug und eine automatische Toilettenspülung.

Vom Torbau des Schlosses, wo Ludwig zeitweilig wohnte, konnte er die Bauarbeiten beobachten. Immer wieder habe er Änderungswünsche geäußert, die letztlich zu einer stolzen Gesamtsumme von umgerechnet 100 Millionen Euro führten. Damit war der Schlossbau doppelt so teuer als ursprünglich angedacht. Leider erlebte König Ludwig II. die Fertigstellung des Schlosses nicht. Auf mysteriöse Weise verstarb er 1886, vermutlich ertrunken, im Starnberger See.

Bereits sechs Wochen nach seinem Tod erwartete das unfertige Schloss die ersten Besucher. Sie sollten sehen, wofür ihr König Unmengen an Geld verprasste.
Das Schloss wurde im Jahr 1892 in vereinfachter Form fertiggestellt, daher stehen heute viele Räume leer.

Die Besucher waren begeistert und heute werden durchschnittliche 7.000 Gäste täglich durch die Säle geführt. Über 70 Millionen Menschen haben bis dato das Schloss besichtigt. Auch ich gehöre zu dieser Menge. Leider ist es nicht gestattet, die Räumlichkeiten zu fotografieren, aber hier seht ihr das Schloss von Nahem und die Aussicht von einem Balkon Neuschwansteins aus Richtung Schloss Hohenschwangau und den Alpsee.

Zurzeit wird das Schloss Neuschwanstein für rund 20 Millionen Euro saniert. Bis 2022 sollen Schönheitsmakel wie Risse in den Außenmauern, instabile Buntglasfenster, verblasste Wandfarben und beschädigter Parkettboden behoben werden.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist das Schloss jedoch zurzeit geschlossen. Dennoch kann es von außen betrachtet werden, beispielsweise von der Marienbrücke aus. Oder aber du verschaffst dir einen exklusiven Blick auf das Schloss, das dir Gelegenheit für ein tolles Foto, ohne Brückengeländer und Menschenmassen, bietet (dazu später mehr).

Wichtige Infos für deinen Besuch

  1. Reservierung

Die meisten Besucher kommen erfahrungsgemäß während der Sommermonate Juli bis September. Insbesondere in dieser Zeit muss mit erheblichen Wartezeiten gerechnet werden. Nicht selten kommt es vor, dass bereits zur Mittagszeit alle Eintrittskarten für den Tag ausverkauft sind. Es wird daher empfohlen, das Schloss außerhalb dieser Peak-Saison zu besuchen oder im Voraus zu reservieren.
Als Thomas und ich 2018 das erste Mal beim Schloss Neuschwanstein waren, hatten wir spontan versucht abends noch eine Führung zu buchen. Für den Tag hatten wir allerdings kein Glück, aber es gab noch Eintrittskarten für den darauffolgenden Tag.
Da wir sowieso einplanten eine Nacht in der Gegend zu verbringen, war das für uns auch völlig in Ordnung. Bist du jedoch an einen straffen Zeitplan gebunden, dann reserviere unbedingt im Voraus.

  1. Preise und Öffnungszeiten

Um immer auf dem aktuellsten Stand zu sein, empfehle ich dir die Preise und Öffnungszeiten hier zu überprüfen.

  1. Wie du zum Schloss gelangst

Hier findest du eine Übersicht über die gesamte Anlage:

Quelle: www.hohenschwangau.de

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten zum Schloss zu gelangen. Zum einen gibt es natürlich die Möglichkeit zu Fuß zu gehen, was bei erheblicher Steigung allerdings sehr anstrengend ist. Zum anderen kannst du entweder die Pferdekutsche oder den Bus wählen.
Beachte, dass du nicht direkt beim Schloss abgesetzt wirst. Ein weiterer Marsch von circa 10 Minuten ist dennoch nötig.


Kosten Pferdekutsche: Bergfahrt 7,- Euro / Talfahrt 3,50 Euro (Stand: 1.6.2020)
-> die Fahrkarte erhältst du direkt an der Kutsche.

Kosten Bus: Bergfahrt 2,50 Euro / Talfahrt 1,50 Euro / Berg- und Talfahrt 3,- Euro (Stand: 1.6.2020)
-> die Fahrkarten erhältst du auch hier direkt im Bus. Die Busse fahren je nach Bedarf und nicht nach einem Zeitplan.

PS: Bei unserem ersten Besuch haben wir unser Auto auf dem erst möglichen Parkplatz (P4) geparkt, da wir dachten dieser wäre der günstigste, da er am weitesten Weg ist. Als wir dann aber Richtung Ticket Center liefen, wurde uns bewusst, dass sich die Preise nicht unterscheiden. Demensprechend haben wir bei unserem zweiten Besuch bei P1 geparkt. Das ist natürlich nur möglich, wenn man sehr früh anreist oder man einfach Glück hat, das gerade jemand wegfährt.
Wir haben bei unserem Besuch in 2020 8 € für sechs Stunden bezahlt (Fixpreis).

Hier noch ein paar Bilder von unserem ersten Besuch im August 2018 :-):

Der beste Fotospot am Schloss Neuschwanstein

Bereits zwei Jahre nach unserem ersten Besuch hat es uns erneut zum Schloss Neuschwanstein verschlagen. Dieses Mal waren wir auf dem Weg nach Südtirol und haben nach einem geeigneten Ort gesucht, um eine Pause einzulegen. Wir wollten nicht die ganze Strecke nach Südtirol auf einmal durchfahren.
Direkt sprang mir der Gedanke „Schloss Neuschwanstein“ in den Kopf. Die letzten Monate hatte ich immer wieder Bilder auf Instagram gesehen, jedoch nicht von der Marienbrücke aus, sondern von einem anderen Spot, den ich unbedingt auch selbst erkunden wollte. Schließlich hatte ich ja nun eine Kamera mit der noch viel schönere Bilder geschossen werden konnten als bei unserem letzten Besuch. 🙂

Ich begab mich also auf Recherche um herauszufinden, wo dieser Spot denn nun genau war. Ich fand auf Pinterest einige interessante Blogbeiträge aber immer wieder blieben offene Fragen, zu verwirrend waren die Wegbeschreibungen. Ich hatte dennoch eine Vermutung und beschloss dieser nachzugehen.
Glücklicherweise hat sich meine Vermutung als richtig entpuppt und ich habe alles dokumentiert um dir nun dabei helfen zu können, diesen Spot zu finden!! 🙂

Zunächst einmal siehst du hier eine von mir erstellte Karte, die dir eine grobe Übersicht verschafft:

Am Punkt X1 wirst du abgesetzt, wenn du dich dazu entscheidest mit dem Bus Richtung Schloss zu fahren.
Ob du nun zu Fuß, mit dem Bus oder der Kutsche kommst ist aber eigentlich nicht wirklich relevant. Du sollst nur wissen, aus welcher Richtung du die Marienbrücke (X2) überqueren musst um den richtigen Weg zu finden. Nachdem du die Marienbrücke überquert hast folgst du dem Weg, der etwa 5 Minuten durch den angrenzenden Wald führt. Du gelangst zu einer weiteren Aussichtsplattform (X3).
Auf dem folgenden Bild siehst du die Aussichtsplattform (X3) hinter mir:

Nun sind deine Kletter-Skills gefragt. Mein Finger zeigt in die Richtung, in die du gehen musst um X4 und damit den Fotospot zu erreichen.
Du musst also nun rechts den Hügel hoch. Der Weg hat es allerdings in sich. Halte immer beide Hände frei um dich, falls du über eine Baumwurzel oder einen Stein stolperst, abstützen zu können.
Aber keine Sorge, es ist nicht unmöglich. Wir haben es auch geschafft!!

Der Weg zum Fotospot

Schon bald wirst du eine schöne Aussicht auf das Schloss genießen können. Ungefähr so kannst du es dir vorstellen:

Ich wusste allerdings, dass es weiter oben eine noch schönere Aussicht geben musste. Also stiegen wir weiter und weiter hoch, bis wir hier angelangt sind:

Ist das nicht traumhaft? Das Schloss eingerahmt in Tannenzweige und weit und breit ist niemand zu sehen. Wir hatten diesen Ort so ziemlich für uns alleine. „Eine Etage unter uns“ war ein weiteres Paar, das ebenfalls Fotos schoss, allerdings sind sie danach nicht weiter hoch. Zwischendurch kam ein Wanderer vorbei, der von dieser Aussicht ebenfalls ein Foto schoss, aber im Großen und Ganzen konnten wir locker eine halbe Stunde lang Fotos und Videos drehen. 🙂

Hier zum Abschluss noch ein paar Fotos, die wir gemacht haben. 🙂

Ich hoffe mein Blogbeitrag hat dir gefallen und dir hilfreiche Tipps und Inspiration gebracht. Solltest du Interesse an mehr Eindrücken von unserem Besuch beim Schloss Neuschwanstein haben, dann schaue doch gerne auf Instagram vorbei. Ich habe alles in meinen Story Highlights gespeichert.
Ach ja, vergiss nicht mich in deinen Stories und Beiträgen zu markieren, wenn du mit meiner Hilfe zu diesem Spot gelangt bist, damit ich dich bei deinem Ausflug virtuell begleiten kann. 🙂

Bis bald,
Tamara ♥

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